Wie die Methode Kopschina entstand

Die Geschichte des Berufsfachverbandes der Geopathologen und Baubiologen e.V. beginnt mit der Arbeit des Heilpraktikers Andreas Kopschina. Mitte der 1970er Jahre beschäftigte ihn die Frage, warum manche Patienten auf naturheilkundliche Behandlungen nur unzureichend ansprachen. Aufgrund seiner Praxisbeobachtungen vermutete er einen Zusammenhang zwischen ausbleibenden Behandlungserfolgen und Einflüssen am Schlafplatz, die er als geopathische Belastungen oder „Erdstrahlen“ bezeichnete. Aus diesen Überlegungen entwickelte sich die Methode Kopschina.
Da sich ein Bett nicht in jeder Wohnung an einen anderen Platz stellen ließ, suchte Kopschina nach einem Material, das sich im Rahmen seiner Methode zur Abschirmung einsetzen ließ. Bei seinen Literaturrecherchen stieß er wiederholt auf Kork. Handelsübliche Produkte erfüllten seine Erwartungen jedoch nicht. Weitere Versuche führten schließlich zur Entwicklung des Kopschina-Spezialkorks.
Der Spezialkork trägt den Brandstempel „Institut für Geopathologie“. Seine Qualität wird nach Angaben des Instituts für Geopathologie und Naturheilkunde dort bis heute kontrolliert. Der Einsatz des Materials wurde zu einem Bestandteil des Konzepts, das die Untersuchung des Schlafplatzes mit individueller Beratung und gegebenenfalls begleitender naturheilkundlicher Behandlung verbindet.
Um seine Erfahrungen weiterzugeben, begann Andreas Kopschina mit der Ausbildung von Geopathologen. Dabei ging es ihm darum, die Untersuchung des Wohnumfelds und die gesundheitliche Situation des Menschen gemeinsam zu betrachten. Ratsuchende sollten Ansprechpartner finden, die nach dieser Methode arbeiten und sie auch über die Untersuchung vor Ort hinaus begleiten.
Die Gründung der Berufsfachverbandes
1992 wurde der Berufsfachverband der Geopathologen e.V. gegründet. Er schuf eine gemeinsame Anlaufstelle für Fachkollegen und Menschen, die sich über vermutete Einflüsse ihres Schlaf- oder Arbeitsplatzes informieren wollten. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören die Weitergabe von Wissen, die Beratung von Ratsuchenden und die Vermittlung entsprechend ausgebildeter Geopathologen und Therapeuten.
Erfahrungen
Die Erfahrungen mit dem Behandlungskonzept wurden in zwei Praxisdokumentationen mit zunächst 52 und später rund 8.200 Patienten zusammengetragen. Nach Angaben des Verbandes wurden die Arbeiten von Dr. Kessler, Andreas Kopschina sowie U. und W. Daun 1994 mit dem Forschungspreis der Stiftung Deutscher Heilpraktiker und 1998 mit einer Verdienstmedaille in Gold ausgezeichnet.
Mit der Zeit erweiterte sich das Tätigkeitsfeld um baubiologische Fragen. Neben den im Rahmen der Geopathologie angenommenen Einflüssen rückten technisch verursachte elektrische und magnetische Felder sowie mögliche Schadstoffe in Wohn- und Arbeitsräumen in den Blick. Seit 1999 trägt der Verband deshalb den Namen „Berufsfachverband der Geopathologen und Baubiologen e.V.“.
Heute
Heute bietet der Verband in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geopathologie und Naturheilkunde Information, Beratung und die Vermittlung geeigneter Ansprechpartner an. Seminare, Vorträge und Fachveranstaltungen dienen der Weiterbildung und dem Erfahrungsaustausch. Damit führt der Verband den ursprünglichen Gedanken Andreas Kopschinas fort: Menschen bei Fragen zu ihrem Wohn- und Schlafumfeld persönlich zu begleiten.
Die Geopathologie nach Kopschina gehört zur Erfahrungsheilkunde und ist wissenschaftlich nicht abgesichert. Ihre Annahmen zu „Erdstrahlen“ und deren Abschirmung sind medizinisch nicht anerkannt. Eine geopathologische Beratung ersetzt keine ärztliche Abklärung oder Behandlung gesundheitlicher Beschwerden.