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CFS-Syndrom
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Herr B., heute 36 Jahre
Wir lernten Herrn B. mit 29 Jahren als kränkelnden, immer müden und
lustlosen jungen Mann kennen. Ständige Infekte, Konzentrationsstörungen und
quälende chronische Schmerzen in der Halswirbel- und Lendenwirbelsäule hatten
seine Arbeitsfähigkeit so sehr und so oft beeinträchtigt, daß seine Karriere
stark gefährdet war. Als junger Vater eine zusätzliche psychische Belastung, der
er glaubte nicht mehr gewachsen zu sein.
Alle bisherigen Untersuchungen hatten immer wieder zu dem Ergebnis:
psychosomatische Störungen, geführt. Unserer Diagnose:
Chronisches-Müdigkeits-Syndrom in Verbindung mit einer starken geopathischen
Belastung die eine Therapieblockade darstellt, brachte er zunächst wenig
Vertrauen entgegen. Auch der Befund der Blutuntersuchung, der einerseits erhöhte
Leberwerte zeigte und andererseits unseren Verdacht einer akuten Infektion mit
Eppstein-Barr- und Herpesviren bestätigte konnte ihn nicht überzeugen.
Die Fahndung nach einer Belastung durch die bekannten "Umweltgifte" verlief
ohne Erfolg. Eine plausible Erklärung für seine Alkoholunverträglichkeit, die er
an sich beobachtet hatte, lieferte uns die Auswertung des Befundes über die
Untersuchung seiner Schleimhautabstriche und seines Stuhles auf Pilze. Der
Befund wies eine nennenswerte Candidabesiedelung (Befallsstärke 106 bis 109) auf
allen Schleimhäuten der Atemwege, des Ohres und des Darmes aus.
Auch dies konnte ihn nicht überzeugen die vorgeschlagene Therapie
durchzuführen. Besonders die ermittelte geopathische Belastung erfüllte ihn mit
erheblichem Mißtrauen und veranlaßte ihn unsere Beurteilung der handfesten
Befunde der Blut- und Pilzuntersuchung ebenfalls in Zweifel zu ziehen .
Wir empfohlen ihm dann unter diesen Umständen einen Facharzt für das
CFS-Syndrom in Düsseldorf aufzusuchen. Dieser diagnostizierte ein CFS-Syndrom
mit einer akuten Immunschwäche, die auf die Eppstein-Barr- und Herpesviren
zurückzuführen sei und führte eine Spritzen-Behandlung mit Immunglobulinen
durch. Die Pilzinfektion und die geopathische Belastung blieben
unberücksichtigt.
Nach einem halben Jahr kam Herr B. abermals in die Praxis, diesmal mit dem
Vorsatz den vorgeschlagenen Weg zu versuchen, da bisher keinerlei Verbesserung
seiner Beschwerden eingetreten sei. Neben der Standortsanierung, Ausleitung und
Pilzbehandlung bedurfte es dann einer dreijährigen Nosoden- und
Regenerationstherapie, bis völlige Beschwerdefreiheit eintrat. Nur die ständige
aber langsame Verbesserung seiner Beschwerden hatte ihn ermutigt, die Therapie
über diesen langen Zeitraum durchzuhalten. Als letztes verschwanden seine
ständigen Rückenschmerzen.
Ich erwähne dies, weil nur drei Patienten diesen langen aber erfolgreichen
Weg durchgehalten haben. Alle anderen haben nachdem eine Verbesserung ihrer
Beschwerden eingetreten war, die Behandlung nicht zu Ende geführt oder wir haben
keine belastbaren Angaben über ihr Befinden. Herr B. ist nun seit drei Jahren
beschwerdefrei.